„Es liegt ein Tuch über der Zeit"
Der Erwin-Strittmatter-Verein will die Vergangenheit des Lausitzer Dichters aufarbeiten.
Zur Geschichte:
Erwin Stritimatter wurda am 14. August. 1912 in Spremberg als Sohn eines Bäckers und Kleinbauern geboren.
Einige Eckpunkte:
-Erwin wird für kurze Zeit Amtsvorsteher für 7 Gemeinden und der Laden nach Umsiedelung der Verkaufsstelle für einige Zeit Büro des Bürgermeisters.
-Es ist die Zeit, da Erwin öfters unter einer Birke am Feldrand des elterlichen Ackers auf einem Stein sitzend, von den Einheimischen, in Gedanken versunken, angetroffen wird. Nur wenig später beginnt seine Tätigkeit als Redakteur bei der Märkischen Volksstimme" in Senftenberg, später in Frankfurt/ Oder.
-Hier erscheint auch der Erstabdruck des "Tinko', der später durch die DEFA verfilmt wird. Es ist auch die Zeit seiner Erstlingswerke "Ochsenkutscher" und •Katzgraben" (1954 verlegt). Seit 1952 ist er freischaffender Schriftsteller und Mitglied des bekannten Berliner Ensembles.
-Zahlreiche Romane, Prosa und Kurzgeschichten in späteren Millionenauflagen und in bisher 37 Sprachen übersetzt sind Ergebnis seines ruhelosen Wirkens. Auch mehr oder weniger bekannte Kinderbücher entstammen seiner Feder, so z. B. •Pony Pedro• (1954), 'Pony Weihnacht' (1984) und ''Die alte´Hofpumpe" (1979).
-Erwin erhielt trotz allem den Nationalpreis für Kunst und Literatur(1953, 1955, 1964, 1976 und 1984) und die Ehrendoktorwürde der LPG-Hochschule in Meißen.
Was noch nicht geklärt ist dies:Ihm zufolge liegen im Berlin Dokument Center des Bundes-Archives, wo unter anderem die Mitgliedskartei der NSDAP und Personalunterlagen der SS aufbewahrt werden, zwei Karteikarten zu Erwin Strittmatter (1912-1994). Es handele sich um Dokumente zur Erfassung des gebürtigen Sprembergers nach körperlichen und rassischen Merkmalen durch einen SS-Untersturmführer, datiert auf den 15. April 1940. Barth schließt aus dem Dokument (das auch Liersch vorlag, dieser aber nicht zu deuten wusste), dass Strittmatter sich „Ende 1939 oder Anfang 1940" freiwillig zur Waffen-SS gemeldet haben muss. Eine zwangsweise Einberufung zu Himmlers Truppe sei bis 1943 nicht erfolgt. Theoretisch könne es sich auch um eine Bewerbung zur SS gehandelt haben. Der Historiker geht jedoch davon aus, dass Strittmatter sich deren militärischem Arm, der Waffen-SS, zur Verfügung stellte. Aus folgendem Grund: Eine Aufnahme bei anderen SS-Eliteverbänden sei nur NSDAP-Mitgliedern und Offizieren möglich gewesen - Kriterien, denen der damalige Fabrikarbeiter nicht entsprach.
Erwin Strittmatter, am 31.01.1994 verstorben ist.